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Der Garten im September 2020

Bäume & Sträucherr

Viele Gehölze haben im September ihr Wachstum eingestellt. Immergrüne Pflanzen wie Rhododendron, Ilex oder Koniferen können nun umgesetzt werden. Die Zeit bis zu den Frösten ist noch lang genug, damit sie viele feine Wurzeln bilden können. Diese sind entscheidend für ein gutes Anwachsen, denn durch sie nehmen Pflanzen Wasser und Nährstoffe auf. Starke Wurzeln haben dagegen eher statische Aufgaben. Deshalb so viel feines Wurzelwerk wie möglich an der Pflanze belassen. Bei sommergrünen Pflanzen sollte man mit dem Umpflanzen bis zum Laubfall warten.

 

 

Rosen

Rosen verlieren ihre Blätter oft vorzeitig. Wenn auf den Blättern schwarze oder rostrote Flecken zu sehen sind, sind sie von einem Pilz befallen. Die Ursache hierfür ist ein Mangel an Wasser und Nährstoffen. Als Gegenmaßnahme sollte die Pflanze mit Hornspänen und Steinmehl gedüngt und regelmäßig ausreichend gegossen werden. Das Wasser möglichst nicht über die Blätter laufen lassen, das begünstigt Pilzkrankheiten wie den Echten Mehltau.

Den richtigen Standort für Blumenzwiebeln wählen

Jetzt können Zwiebeln und Knollen gesetzt werden. Dabei ist die richtige Wahl des Standorts entscheidend. Wichtig ist vor allem der Lichtbedarf, er wird auf dem Etikett durch einen Kreis symbolisiert. Ein weißer Kreis bedeutet volle Sonne, ein schwarzer Schatten. Bei Halbschatten wird der Kreis entsprechend durch einen schwarzen und einen weißen Halbkreis gebildet. Die Pflanzen danken die richtige Standortwahl mit kräftigem Wachstum und reichlicher Blüte.

 

 

Feldsalat anbauen und ernten

Er ist gesund, unkompliziert im Anbau und kann in Herbst und Winter geerntet werden: Feldsalat. Klassischerweise wird er im Beet ausgesät, wer keinen Garten hat, kann ihn aber ebenso gut in einem Balkonkasten kultivieren. Wichtig ist vor allem ein sonniger Standort, das Beet sollte zudem unkrautfrei gehalten werden.

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat von Feldsalat

Beim Kauf von Saatgut sollte man die zur Jahreszeit passende Sorte wählen. Es gibt zwei typische Zeitpunkte zur Aussaat von Feldsalat: Wer etwa zwischen Mitte Juli und Mitte August sät, kann im September und Oktober ernten. Wird in der ersten Septemberhälfte gesät, beginnt die Erntezeit im November. Für die späte Aussaat sind frostunempfindliche Sorten wie "Vit" empfehlenswert, diese können problemlos bis März des Folgejahres geerntet werden.

Mit ausreichend Abstand säen

Das Saatgut kommt etwa einen halben bis einen Zentimeter tief in die Erde, der Abstand sollte mindestens zehn Zentimeter betragen. Genaue Angaben stehen auf der Tüte des Saatguts. Wird Feldsalat zu dicht ausgesät, bleiben die Pflanzen oft recht klein und die Blätter im unteren Bereich werden gelblich. Nach dem Säen die Erde andrücken und gießen. Extra Dünger benötigt Feldsalat in der Regel nicht, er kommt mit wenig Nährstoffen aus.

Feldsalat ernten

Bei der Ernte kommt es darauf an, dass die Rosetten nicht auseinanderfallen. Gut geeignet sind ein scharfes Messer oder eine Schere. Am besten die Blätter mit den Fingerspitzen festhalten und mit der anderen Hand den Trieb kurz über den Wurzelansatz kappen.

Einfache Methode: Feldsalat in Erdpressballen vorziehen

Eine besonders praktische Methode ist, Feldsalat in Erdpressballen im Mini-Gewächshaus vorzuziehen. Auf diese Weise verkürzt sich die Keimzeit deutlich. Die Erdpressballen werden später jedoch nicht richtig eingepflanzt, sondern nur ins Beet gestellt. Wenn sie gut gegossen werden, wachsen die Wurzeln aus dem Erdball in den Boden darunter. Das hat den Vorteil, dass die Pflanze nicht so stark versandet.

Feldsalat eignet sich auch hervorragend für den Anbau im Hochbeet. Wird es richtig kalt, kann man bei kleineren Exemplaren einfach wie in einem Frühbeet einen lichtdurchlässigen "Deckel" darauf legen und die Ernte einfahren. Alles, was nicht geerntet wird, kann im Frühling als Gründünger untergraben werden.


Rasen im Herbst düngen, mähen und pflegen

Im Herbst vernachlässigen viele Gartenbesitzer ihren sonst liebevoll gepflegten Rasen. Damit er gestärkt und optimal vorbereitet durch den Winter kommt, braucht er aber nach dem Sommer so etwas wie eine kleine Kur. Und die beginnt mit dem Schnitt.

Wie pflegt man den Rasen im Herbst richtig?

Welcher Rasen-Dünger sollte vor der Vegetationspause im Herbst ausgebracht werden und wie bessert man kahle Stellen gezielt aus?

Bei einer Bodentemperatur von etwa neun Grad hört Rasen auf zu wachsen, bis dahin muss er gemäht werden, und zwar nicht tiefer als fünf Zentimeter. Wird das Gras kürzer geschnitten, verliert der Boden einen Teil seines Schutzes. Frost kann dann leichter eindringen und der Wurzelbereich geschädigt werden. Bleibt das Gras zu lang, brechen die Halme bei Frost ab und darunter wachsende Gräser gehen kaputt. Alte Rasenreste müssen herausgeharkt werden, damit die Wurzeln wieder Luft bekommen. Bis Ende September ist es zudem möglich, den Rasen zu vertikutieren, um den Rasenfilz zu entfernen. Sind die Messer zu tief eingestellt, besteht allerdings die Gefahr, dass die Wurzeln beschädigt werden.

Herbstdünger mit hohem Kaliumanteil verwenden

Der perfekte Herbstdünger: Kalium stärkt die Pflanzenzellen und macht sie frostresistent und widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten.

Ein kalibetonter organischer Herbstdünger gibt Rasen die nötige Kraft, um gut über den Winter zu kommen. Die Gräser werden resistenter gegen Frost und Krankheiten und die Pflanzenzellen fester. Auf keinen Fall darf im Herbst ein Dünger verwendet werden, der viel Stickstoff und Phosphor enthält, da das Gras dadurch zu Wachstum angeregt würde. Die Blätter werden dann weich und sind dadurch anfälliger. Nachdem der kalibetonte Dünger ausgebracht wurde, den Rasen gut wässern, damit die Wirkstoffe in den Boden eindringen können. Wichtig: Man sollte rechtzeitig mit dem Düngen beginnen, bevor die Vegetationspause beginnt.

Mit einer Nachsaatmischung Lücken im Rasen füllen

Kahle Stellen im Rasen sollten ausgebessert werden. Dafür ist im September genau die richtige Zeit, denn der Boden ist noch schön warm, es wird aber nicht mehr richtig heiß. Diese klimatischen Voraussetzungen sind ideal, um mit einer speziellen Nachsaatmischung Lücken im Rasen zu schließen. Dafür die Erde an der entsprechenden Stelle etwas aufgelockern und das Unkraut entfernen. Pro Quadratmeter 15 bis 30 Gramm der Nachsaatmischung auf dem Boden verteilen. Die Rasensamen müssen gut angedrückt und feucht gehalten werden.

Laub entfernen und Schneeschimmel verhindern

Was hilft gegen die ungebetenen Gäste?

Manchmal treten im Rasen grau-braune Flecken auf. Dabei handelt es sich meistens um Schneeschimmel. Das ist eine Pilzerkrankung, die gerade in den Herbstmonaten September und Oktober auftritt. Schnee ist also - anders als es der Name vermuten lässt - nicht die Ursache für das Schadbild. Gerade hohe Feuchtigkeit und kühle Witterung sind optimale Lebensbedingungen für den Pilz, der für den Schneeschimmel verantwortlich ist. Um einen Befall zu verhindern, ist es neben der stärkenden kalibetonten Düngung wichtig, regelmäßig das Laub vom Rasen zu entfernen, da sich der Pilz unter einer feuchten Laubschicht besonders wohlfühlt.
Rasenmäher, Vertikutierer und weitere Gartengeräte.

Bei kleineren Flächen genügt meist eine Harke oder ein Fächerbesen. Das eingesammelte Laub kann im Garten wieder Nutzen bringen: als Mulchschicht etwa unter Rhododendren und im Beet. Wer einen Rasenmäher mit Auffangkorb hat, kann bei hoch eingestellter Schnitthöhe das Laub gleich mit einsammeln und das Schnittgut beispielsweise in den Kompost geben.

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