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Heilpflanze im Juli 2020 | Brennnessel

In der Volksmedizin kennt man die Brennnessel ja schon sehr lange…

Die Brennnessel gilt als alte Nahrungs- und Heilpflanze, bereits im antiken Griechenland waren die Brennnesselsprossen fester Bestandteil einen jeden Heilkundigen.
Hippokrates setzte die Brennnessel ein bei Erkrankungen der Lunge und zur Förderung der weiblichen Menstruation, und diesen weiblichen Bezug findet man bis heute. Sie gilt auch als alte Schutzpflanze vor bösen Krankheiten, Hexen und gegen Blitz und Feuer und war als solche oft Bestandteil von Räuchermischungen.
Sie ist das meistverbreitet Unkraut der Welt und wir alle haben schon mit ihren Brennhaaren Bekanntschaft gemacht – die Brennnessel.
Aber die Brennnessel ist auch eine der ältesten Heilpflanzen. 

 

Welche Teile der Brennnessel werden verwendet?

Vorwiegend sind es die blühenden oberirdischen Teile von Urtica dioica, der großen Brennnessel und Urtica urens, der kleinen Brennnessel, die arzneilich verwendet werden, aber auch die Samen und Wurzeln kommen zum Einsatz. Die wirksamen Inhaltsstoffe sind sehr unterschiedlich in den einzelnen Pflanzenabschnitten verteilt, daher haben sie auch unterschiedliche Anwendungsgebiete.

 

Bei welchen Beschwerden werden Brennnesselblätter eingesetzt?

Das Rhizom und die Wurzeln, also die unterirdischen Teile verwendet man bei Prostatabeschwerden, v.a. der gutartigen Prostatavergrößerung in Form von Kapseln oder Tinkturen. Den Samen wiederum werden allgemein stärkende Eigenschaften zugesprochen für Mensch und Tier, und das allseits bekannte Kraut ist bei der Therapie von rheumatischen Beschwerden ebenso nicht mehr wegzudenken wir zur Durchspülungstherapie, bei Harnsteinen, Harngrieß, Gicht oder auch Krämpfen im Bereich der ableitenden Harnwege, wobei die getrocknete Droge und der Frischpflanzensaft gleich gut wirken.

 

Für wen ist Brennnessel nicht geeignet?

Wer unter Ödemen - Wasseransammlungen – infolge von eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit leidet, sollte auf Brennnessel verzichten. Nebenwirkungen in Form von Hauterscheinungen oder Magenreizung treten kaum auf und wenn dann nur bei übermäßigem Gebrauch bzw. sehr empfindlichen Personen.

 

Wie lange sollte die Brennnessel eingenommen werden?

Die Brennnessel wird am besten kurmäßig über 3-4 Wochen verwendet, z.B. 3 mal täglich eine Tasse Tee.

Entschlacken

Die Brennesselkur im Frühjahr hält sich hartnäckig zum „Entschlacken“ oder zur „Blutreinigung“ und immer wieder findet man Anwendungsempfehlungen bei Atemwegserkrankungen, auch wenn diese Anwendungen nicht wissenschaftlich belegt sind.
In Mischungen gegen Blasen-Nierenbeschwerden findet man die brennnessel in Gesellschaft mit Schachtelhalm, Birkenblätter oder Goldrute und Kamille.

 

Haarpflege

In Haarwuchsmittel kommt die Brennnessel ebenfalls häufig zum Einsatz, hier steht die kräftigende Wirkung für verbesserten Haarwuchs sowie Haarausfall, Schuppen und fettes Haar im Vordergrund. Am einfachsten verwendet man dafür ein fertiges Brennnesselshampoo, jedoch ist es sicher spannender, dieses alte Haarwaschmittel selbst herzustellen:

Eine Handvoll frische Brennnessel in einem Gefäß mit ca.1l Wasser übergießen, eine Nacht stehen lassen und am Morgen zur Haarwäsche nutzen, oder frische Brennnessel mit Wurzel kurz aufkochen und anschließend sofort verwenden.

Bleibt was über, kann man damit seinen Garten gießen – die Kieselsäure stärkt und festigt die Pflanzen gegen Schädlingsbefall,wenn man es länger stehen lässt. Gartenfreaks schätzen auch die Brennnesseljauche wegen ihrer tollen Düngerwirkung:
1kg frische Brennnesseln in 10l Wasser, 14 Tage stehen lassen an der Sonne, sie ist fertig wenn sie nicht mehr schäumt und schön dunkel ist!!

 

Brennnessel in der Homöopathie

Auch in der Homöopathie gilt die Brennnessel als kleines aber sehr wirksames Heilmittel: Kenner setzen es gern gegen Nesselausschlag mit Brennen und Jucken, leichten Verbrennungen und Sonnenbrand ein, aber auch bei Nierenkoliken wenn diese durch kleine Steine oder Grieß bedingt sind.

 

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