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Eibisch - Unser Heilkraut des Monats September

Eibisch (Althaea officinalis)

Pflanzenfamilie: Malvengewächse (Malvaceae)

Heilwirkungen: Reinigend, reizlindernd, hustenlösend, mild abführend.

Verwendete Teile: Blätter, Blüten, Wurzel

Hauptinhaltsstoffe: (vor allem in der Wurzel) SCHLEIMSTOFFE, Stärke, Gerbstoff, Pektin, Rohrzucker, Mineralstoffe, Asparagin, ätherisches Öl.

 

Wissen aus alter Zeit:

Der Eibisch ist eine der wichtigsten schleimhaltigen Pflanzen und ist schon sehr lange bekannt. Die Volksmedizin setzt Eibisch-Tee und vor allem den Kaltauszug aus der Eibischwurzel bei Husten, Heiserkeit, Halsweh ein. Auch bei entzündeten Magen- und Darmschleimhäuten und bei Magenübersäuerung wirkt er sanft beruhigend. Die reizlinderende Wirkung des Eibisch-Schleims ist sogar wissenschaftlich anerkannt. Äußerlich wird Eibisch als Umschlag zur Wundbehandlung eingesetzt. Er fördert die Reifung von Furunkeln, hat eine kühlend, abschwellende Wirkung bei leichtem Sonnenbrand und lindert auch den Juckreiz bei trockener, gereizter Haut und macht sie geschmeidig.

Rezepte:

Kaltauszug aus der Wurzel: 2 Esslöffel geschnittene Eibisch-Wurzel über Nacht mit 1/4 kaltem Wasser ansetzen. Bis zum Morgen bildet sich eine geleeartige Flüssigkeit, die abgeseiht wird. Dieser Kaltauszug enthält hauptsächlich die Schleimstoffe! Vor dem Gebrauch wird diese Flüssigkeit nur schwach erwärmt und schluckweise getrunken. Mit 1 Esslöffel Honig vermischt ergibt es einen wunderbaren Hustensirup. Ungesüßt lässt sich dieser Schleim auch heilsam bei Entzündun-gen der Magenschleimhäute und des Darms anwenden. Der im Kaltauszug gewonnene Eibischschleim sollte möglichst immer frisch hergestellt werden und den Tag über im Kühlschrank aufbewahrt werden, da er schnell zu schimmeln beginnt.

 


Frischer Eibisch zum Verzehr geeignet

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