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Hier finden Sie die neuesten Meldungen und Berichte rund um unseren Verein

 

 


 

Bauernregeln im Juli

Was der Juli verbricht, rettet der September nicht.

Wenn der Juli fängt zu tröpfeln an, so wird man lange Regen hab'n.

Machen die Ameisen im Juli ihre Haufen höher, folgt ein strenger Winter.

Heißer Juli verheißt guten Wein.

Im Juli muß vor Hitze braten, was im September soll geraten.

Juli kühl und naß - leere Scheunen, leeres Faß.

So golden im Juli die Sonne scheint, so golden sich der Roggen neigt.

Wenn Fledermäuse emsig am Abend fliegen, wird im Juli das gute Wetter siegen.

 

Unsere Heilpflanze im Juli: Das Hirtentäschel


hirtentäschlDas Hirtentäschel wächst dünn und unscheinbar an Wegrändern. Wenn man es kennt, erkennt man es an seinen kleinen dreieckigen Täschchen.

Die bekannteste Heilwirkung ist die blutstillende Wirkung des Hirtentäschels. Daher wird nach Geburten auch gern Hirtentäscheltee getrunken, um die Nachblutungen zu minimieren.
Auch gegen zu starke Regelblutungen kann man Hirtentäschel erfolgreich einsetzen.  Außerdem reguliert es den Blutdruck, fördert die Verdauung und heilt Ekzeme.

Die häufigste Anwendung des Hirtentäschels ist ein Tee (Aufguss) aus dem blühenden Kraut.

Gegen Nasenbluten kann man Hirtentäscheltee schnupfen.

Achtung!
Hirtentäschelkraut nicht in der Schwangerschaft anwenden!
Erst wenn die Geburt ansteht, darf Hirtentäschelkraut verwendet werden, weil Hirtentäschel Wehen fördern kann.

Das Zusammenziehen der Blutgefäße wirkt auch gegen Krampfadern und Hämorrhoiden.
So wie das Hirtentäschelkraut die Gebärmutter und die Blutgefäße anregt, aktiviert es auch die Darmmuskulatur, was gegen Verstopfung helfen kann.
Auch der Magen wird gestärkt, was ihm bei der Verdauung hilft.
Durch seine Stoffwechsel fördernde Wirkung hilft das Hirtentäschel auch gegen Rheuma und hilft beim Abnehmen.

Äußerlich

Bei Ekzemen und Wunden kann man das Hirtentäschelkraut als Tee nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich für Waschungen und Umschläge verwenden.
Auch das Pulver der getrockneten Pflanze kann man auf Wunden streuen, um deren Abheilung zu fördern.

 

Wildkräuter bereichern unser Leben und unser Essen

Es war nicht die Absicht, dass beim erschaffen der Welt der Mensch im Vordergrund stehen sollte, sondern auch Tiere und Pflanzen gehören dazu und sollten unsere Freunde sein“, sagte Reinhard Becker, als er bei einem Hitzerekord seinen Vortrag über Kräuter und Heilpflanzen beim Obst-und Gartenbauverein eröffnete. Die, die ihn kannten wussten es schon, und die, die zum ersten Mal gekommen waren erlebten es hautnah, in der Art und Weise wie er über die Pflanzen sprach, dass Pflanzen etwas besonderes für Becker sind. Mit einem stolzen Lächeln bezeichnete er sie stolz als: „Meine Freunde aus dem grünen Volk“. Wie immer war der Kräuterfachmann begeistert, als er über „seine Freunde“ sprach und den Besuchern erklärte was diese Pflanzen alles für uns tun können.

Doch zuerst gab es mal was zu trinken, das ist schon Tradition bei Reinhard Becker. In diesem Jahr hatte er Kaltansätze mit Gundelrebe, auch als Gudermann bekannt, Holunder, Girsch und Mädesüß vorbereitet. Diese löschen in der heißen Zeit den Durst besonderes gut. Dazu werden die Pflanzen einfach über Nacht in einer Kanne mit Wasser ziehen gelassen und am nächsten Morgen hat man ein schmackhaftes Getränk.

Nach dieser ersten Stärkung ging es hinauf auf Feld und Flur. Hitzebedingt wurde ein kurzer Weg gewählt, jedoch gab es auf dem kurzen Stück viele Pflanzen zu entdecken. Was alle sofort erkannt haben war die Brennnessel, eine der ältesten Heilpflanzen. „Früher nutzte man sie zur Behandlung von Rheuma und Gischt“ erklärte Becker. Man schlug die entsprechenden Gelenke mit ihr, sie fördert dort die Durchblutung und transportiert dann die Schlacken ab. Beherzt griff Becker an die Spitze der Brennnessel, erntete sie ab, drehte sie in seinen Finger und begann sie zu essen. Das Geheimnis beim „unfallfreien“ Ernten der Nessel ist, mit der Hand über die Spitze zu greifen und die Blätter von unten nach oben zu streichen, dann „zängelt“ man sich nicht. Durch das Reiben der Blätter brechen die Brennhaare auf und man kann sie essen. Weitere Stopps wurden beim Klatschmohn, beim Baldrian, der Distel und beim Wegerisch eingelegt. Die Wegerischspitzen verfeinern den Salat mit einer geschmacklichen Champignonnote, er lässt Wunden schneller heilen, hilft gegen Juckreitz und hilft bei husten. Auf die Frage ob er denn auch bei Herpes helfe, empfahl Becker hierfür die Kapuzinerkresse zu essen, da diese gegen Viren und Bakterien hilft.

Zurück im Vereinsgarten machten sich Beckers Assistentinnen Annette und Daniela daran einen Wildkräuterquark aus frischen Kräutern zu zaubern. Ein freiwilliger unter den Gästen mörserte frischen Pfeffer und Reinhard Becker erzählte über die Besonderheiten des Girsch, der neben ihm im Kräuterbeet wuchs und um ein Vierfaches mehr Vitamin C besitzt als eine Orange. „Gewürze und Kräuter sind eigentlich nicht dafür gemacht, dass sie unserem Essen Geschmack geben, nein, sie sind für unsere Gesundheit gemacht. Sie sollen zum Beispiel bei der Verdauung helfen, den Blutfluss fördern und den Blutdruck regulieren. Sie sind in einer Vielzahl für den Körper wichtig“, betonte der Wildkräuterexperte, der in seinen Vorträgen schon sehr viele Pflanzen intensiv mit den Besuchern erforscht hat.

Nachdem sich der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins, Karl Bickel für den interessanten Vortrag bedankt hatte durften die Gäste den frischen Kräuterquark kosten und dazu die selbstgemachten Gewürze von Daniela ausprobieren.

Fotos: Katrin Dietrich

Hier finden Sie den Bericht der Schwetzinger Zeitung (PDF öffnet in neuem Fenster)

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