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Hier finden Sie die neuesten Meldungen und Berichte rund um unseren Verein

 

 


 

Heilpflanze des Monats Juli 2021: Arnika

Arnika gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen in Deutschland und wird auch heute noch häufig bei der Wundheilung eingesetzt.
Als Blume des Jahres 1985 und Arzneipflanze des Jahres 2001 wurde ihr vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt.

 

arnika1Allgemeines

Die Gattung Arnica besteht aus weltweit 32 Arten, die zur Familie Asteraceae (Korbblütler) gehören.
In den europäischen Gebirgsregionen sind mit Arnica montana und Arnica angustifolia sp. alpina („Arnica alpina” in Nordeuropa) nur zwei der Arnika-Arten einheimisch.

Zur artenreichen Familie der Korbblütler gehören außerdem viele heimische Heilkräuter, z. B. Wermut, Kamille, Beifuß, Huflattich, Löwenzahn, Ringelblume, Benediktenkraut, Dost, Mutterkraut, Schafgarbe, Margerite, Rainfarn, Mariendistel u. a. Die der Arnika ähnliche Gämswurz (Doronicum grandiflorum) der Kalkalpen bevorzugt kalkhaltige Böden und besitzt keine länglich/eiförmig-ganzrandigen, sondern herzförmig gezähnte Blätter.

 

Vorkommen und Standorte

Das Verbreitungsgebiet umfasst die Alpen, Pyrenäen bis zum Balkan sowie eine nördliche Verbreitung bis Südskandinavien und ins Baltikum. Die Blütezeit dauert in Mitteleuropa von Mai bis August. Arnika bevorzugt saure und magere Wiesen und ist kalkmeidend. Man findet sie auch in lichten Wäldern. Sie ist von der Tallage bis in Höhenlagen von 2800 m anzutreffen.

 

Merkmale der Pflanze

Arnika ist eine 20 bis 60 Zentimeter hohe, mehrjährige Staude mit gegenständigen, behaarten Blättern.
Ferner besitzt die Pflanze ein bis drei, selten fünf, Blütenkörbchen, die entweder endständig lokalisiert sind oder aus den Blattachseln entspringen.
Die dottergelben Blüten sind groß, mit 15 bis 25 Einzelblüten.

 

arnika2Gefährdung/Schutz

In Deutschland gilt die Art als gefährdet und steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten auf Stufe 3.

Da die wilde Bergarnika schwer zu kultivieren ist wurde die Sorte "Arbo" für den Feldanbau gezüchtet.
So können zukünftig die Wildvorkommen geschont werden.

Arnica montana "Arbo" ist reichblühend von Mai bis August mit großen, goldgelben Blüten.
Die Kultur auf geeigneten sauren Böden in sonniger Lage garantiert ein gesundes Wachstum mit hohen Erträgen.

 

Welche Pflanzenteile werden verwendet?

Als Heilmittel verwendet werden hauptsächlich die Blütenköpfe (Arnicae flos) beziehungsweise die daraus gewonnene Tinktur.
Selten findet auch die Wurzel oder die ganze Pflanze Anwendung.

 

Geruch und Geschmack

Arnika riecht schwach aromatisch.
Der Geschmack von Arnika lässt sich mit leicht bitter und scharf beschreiben.

Arnika selbst anwenden

Aus den Blüten wird eine Tinktur gemacht, die als Umschlag bei Zerrungen, Prellungen, Blutergüssen, Schwellungen und Quetschungen den Heilungsprozeß wirkungsvoll unterstützt. Auch bei schlecht heilenden Wunden wirksam; ebenso bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden, Entzündungen der Schleimhäute von Mund- und Rachenraum, Furunkulose und Entzündungen als Folge von Insektenstichen sowie bei oberflächlichen Venenentzündungen.

Arnikablüten-Zubereitungen werden äußerlich eingesetzt.

 

Herstellung einer Arnikatinktur

Um eine Arnikatinktur selber machen zu können, übergiesst man 10g Arnika-Blüten in einem Gefäß mit 100ml mindestens 40%-igem Alkohol. Schließlich lässt man diese Mischung etwa 10 Tage ruhen, dabei sollte man täglich schütteln. So werden die Inhaltsstoffe freigesetzt

 

Praktische Anwendung

Sie brauchen:

100 ml Arnikatinktur
½ Liter Wasser
Umschlag

Vermischen Sie Wasser und Tinktur und tränken Sie damit den Umschlag. Legen Sie ihn auf die Wunde auf. Bei stumpfen Verletzungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen können Sie die entsprechenden Körperpartien auch mit der verdünnten Tinktur einreiben.

 

 

Arnika Samen online kaufen

Wir mchten hier keine Werbung betreiben, sondern einfach beispielhaft einige Bezugsquellen nennen:

Sie können natürlich auch selbst unter Verwendung einer Suchmaschine Anbieter finden.

 

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Ihr Garten im Juli 2021

Unsere Tipps für Ihren Garten im Juli 2021

Im Juli ist der Garten am schönsten! Die Blumenbeete sind in voller Blüte. Die schönsten liegen in der Luft. Verbringen Sie jetzt viel Zeit im Garten und geniessen Sie, auch wenn ab der doch so wichtigen Regen fällt!

 juli1

Was im Juli wichtig ist:

  • Beerensträucher auslichten

  • Bodenpflege: jäten, hacken, mulchen

  • Regenwasser sammeln

  • Bad und Tränke für Vögel aufstellen

  • Zweijährige Blumen vereinzeln

  • Gemüse für die zweite Saisonhälfte säen und pflanzen

  • Jungbäume von Graswuchs freihalten

  • Kräuter durch Kopfstecklinge vermehren

  • Winterkräuter aussäen

  • Kräuter ernten und trocknen

  • Gemüse ernten

 

ziergarten ogv reilingenPflege im Ziergarten

Bewässerung: Pflanzen leiden ebenso unter der prallen Sonne, wie unsere Haut. Bewässern Sie deshalb den Garten nie unter direkter Sonneneinstrahlung, sonst verbrennen Ihre Pflanzen. Wässern Sie lieber seltener, dafür gründlich und nicht über Blätter und Blüten. Die beste Gießzeit für Ihre Pflanzen ist der frühe Vormittag. Unter Bäumen oder besonders ausladenden Pflanzen wie großen Rhododendren, Buchsbäumen oder Koniferen bekommt die Erde rund ums Wurzelwerk auch nach längeren Regenzeiten meist nicht genügend Wasser ab. Deshalb müssen diese Bereiche mit einer Gießkanne oder einem Schlauch ausgiebig und direkt an der Wurzel gegossen werden, sonst werden Sie bald auf hängende Blätter und Zweige blicken.

 

Rasen:

rasen01Wer seinen Rasen den gesamten Sommer über grün erhalten will, sollte ihn ausgiebig mit Wasser versorgen. Nur wenn die Wurzeln des Grases optimal mit Feuchtigkeit versorgt werden, bleibt es gesund. Zu kurzes Wässern durchdringt nur den Oberboden. Das reicht nicht, um die Wurzeln zu versorgen. Am effektivsten ist es, den Rasen direkt nach einem Regenschauer zu gießen, dann ist der Oberboden schon feucht und das zusätzliche Gießwasser dringt leichter in tiefere Schichten ein. Bei Hitze sollte man den Rasen nicht zu kurz halten. Zu häufiges Mähen macht ihn empfindlicher gegenüber Trockenheit.

 

Jäten, Hacken, Mulchen:

Fast ebenso wichtig wie die ausreichende Versorgung mit Wasser, ist die Pflege des Bodens. Wer mit einer Hacke regelmäßig die Beete an der Oberfläche auflockert, kann auf einfache Weise Wasser sparen, denn es verdunstet dann deutlich langsamer und dringt besser in den Boden ein. Lockern Sie den Boden mit einer Hacke und decken Sie freie Flächen mit ausreichend Mulch ab, bevor Sie in Urlaub fahren, denn Hacken und Mulchen schützen vor Austrocknung.

 

Sommerschnitt:

An Stauden immer wieder Verblühtes beseitigen. Das fördert die Bildung einer zweiten Blüte. Bei vielen Stauden, wie Salbei, Mädchenauge, Margerite, Taglilie oder Veronika werden verblühte Blütenstiele entfernt. Sie neigen sonst dazu, ihre Kräfte anstatt in neue Blüten in die Samenbildung zu stecken.
Schneiden Sie nur in einer Schlechtwetterperiode. Die freigelegten Blätter werden ansonsten durch Sonnenbrand geschädigt.

 

Verjüngung:

Ziersträucher wachsen und blühen nun besonders stark. Falls sie zu dicht gewachsen sind, ist es jetzt Zeit für eine Verjüngung und Auslichtung. Durch die Auslichtung können die Ziersträucher wieder gleichmäßig und kräftig nachwachsen.

 

Obst und Gemüse

erdbeereFrüchte sind jetzt reif. Ernten Sie nun regelmäßig Gurken, Tomaten oder Zucchini. Vermeiden Sie Wildwuchs, gerade bei eben genannten Gewächsen: Ausgeizen und Zurückschneiden, welke Blätter entfernen bzw. die unteren Blätter abschneiden und damit Schimmel oder Krautfäule vorbeugen.
Hoch wachsendes Gemüse abstützen, Rankhhilfen für Kürbis oder Gurken einsetzen.
Unkraut jäten, ernten, zurückschneiden – das gilt auch für Kräuter, die jetzt zu sehr wuchern

Insgesamt ist der heiße Monat Juli aus gärtnerischer Sicht ein eher ruhiger Monat, bis auf die unbedingt nicht zu vernachlässigende Bewässerung.

 

Neugestaltung des Kräutergartens

Der Kräutergarten des Obst-und Gartenbauvereins wird neu gestaltet

Hier können Sie den Artikel der Hockenheimer Tageszeitung herunterladen


Der schachbrettartig angelegte Kräutergarten mit seinen 101 verschiedenen Kräutern, Ist in die Jahre gekommen und wird überarbeitet.

Die Neugestaltung der Anlage unterteilt sich in die Kräuterarten:

  • Küchenkräuter,
  • Gewürzkräuter,
  • Wildkräuter,
  • Apothekern und
  • Heilkräuter.

 

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Durch die Vielfalt von Geruch, Genuss und Heilwirkungen können bestimmte Kräuter auch in mehreren Kategorien eingeordnet werden.

Eine Kelterpresse in mitten des Kräutergartens wird ein neuer Blickfang werden.

In der ausgedienten Kelterpresse werden die 7 Kräuter für die traditionelle "Frankfurter Grüne Soße“ gepflanzt.

Das sind:

  • Boretsch,
  • Kerbel,
  • Kresse,
  • Petersilie,
  • Pimpinelle,
  • Sauerampfer und
  • Schnittlauch.

 

Natürlich ist es wichtig jetzt auch die Kräuter auf verschiedentliche Art und Weise zu nutzen.

Eine mittlerweile beliebte Nutzung der Kleingärtner ist das Ansetzen von Pflanzensud zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen.

Durch die Anwendung natürlichen Pflanzenbrühen werden Insekten wie Bienen und Hummeln geschützt und die Insekten Artenvielfalt bleibt erhalten.

 

Das sind Anwendungsbeispiele von einigen bewährten Kräuterauszügen:

  • Ackerschachtelhalm stärkt die Pflanzen und hilft gegen Sternrußtau, Mehltau, Spinnmilben und Schorf.
  • Farnkraut wirkt bei Kaliummangel, es wird auch gegen Schnecken und Blattläuse verwendet.
  • Brennnesseln können gegen Blattläuse und Spinnmilben eingesetzt werden,
  • Ein Sud aus Holunderblättern wirkt vorbeugend gegen den Kohlweißling. Wenn man ihn in die Gänge von Wühlmaus und Maulwurf gibtertreibt er die ungeliebten Gartenbesucher. Er wirkt auch gegen Ameisen

 

Um Schädlingen vorzubeugen und Krankheiten zu bekämpfen, haben sich folgende Ansätze bei Pflanzenbrühen bewährt.

Man verwendet die verschiedenen Kräuter nach Möglichkeit frisch- oder legt sich einen Vorrat an und trocknet sie.

Zum Ansetzen eines Suds je 100-150 Gramm frische Kräuter auf einen Liter Wasser, bei getrockneten Pflanzen sind es 10 -15 Gramm.
Den Ansatz 24 Stunden stehen lassen, Ackerschachtelhalm zusätzlich 30 Minuten lang kochen.
Zur Anwendung den Sud im Verhältnis 1:10 verdünnen.

Soll die Brühe mit einem Drucksprühgerät ausgebracht werden, so ist diese vorher mit einem dünnen Baumwolltuch zu filtern, damit die Sprühdüse nicht von Pflanzenresten verstopft wird.
Denken sie immer daran ein Sud muss nach24 Stunden abgeseiht werden und ist nur wenige Tage haltbar.

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Sollten sie mehr Interesse für Kräuter-Anwendungen und Gartentipps haben, dann besuchen Sie doch einfach die Homepage des OGV Reilingen oder abonnieren sie kostenlos unseren Newsletter

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An dieser Stelle herzlichen Dank an den Spende der Kelterpresse an Erich Walter

 

Karl Bickle

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Hier noch ein Rezept für eine "Frankfurter Grüne Sauce"gruenesauce

  • 400 g Kräuter, gemischt, für Frankfurter Grüne Soße, frisch
  • 200 g Sauerrahm, 10 % Fett
  • 1 kg Naturjoghurt, 2,8 % Fett
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL, gehäuft Senf
  • 1 TL, gehäuft Salz
  • 6 hart gekochte Eier

Die möglichst frische Kräutermischung waschen und die groben Stiele entfernen.
Mit dem Sauerrahm, Salz, Senf und Zucker in einen Küchenmixer mit Hackmesser geben und fein mixen.

In eine Schüssel umfüllen; Joghurt zufügen.
Gut umrühren.
Die Eier halbieren und zur Grünen Soße geben.

Die Mengenangaben sind ungefähre Werte. Die Kräutermischung besteht in der Regel aus  je 25 g Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Kresse, Sauerampfer, Borretsch,  und je10 g Estragon, Dill, Bohnenkraut. Manchmal auch Zitronenmelisse.

Im Original besteht die Sauce aus Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.

Zur Frankfurter Grünen Sauce reicht man gekochte Pell- oder Salzkartoffeln, über die die Sauce gegeben wird. Häufig wird die Sauce auch als Beilage zu gekochter Ochsenbrust, Tafelspitz oder Fisch gereicht. Dann lässt man die Eier weg. Es kann auch etwas Zitronensaft zugefügt werden, oder Essig.

 

OGV Wetter

 

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